Unternehmen

Firmengeschichte

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Der Firmengründer Albert Höss, Jahrgang 1901, erwies sich als typischer Vertreter seiner Zeit. Aus armen, bäuerlichen Verhältnissen strebte er, im Schwung der Revolution des Verbrennungsmotors, ein besseres Leben an. In der Hoffnung, die alle neuen Erfindungen mit sich bringen, in einem neuen Metier Fuß zu fassen, erlernte er das Handwerk des Mechanikers. Aufbauend darauf begann er sich die Technik der motorisierten Fahrzeuge, sprich auch die des Verbrennungsmotors, anzueignen. All zu viel Kraftfahrzeuge gab es allerdings anfangs nicht.

Jedoch galt der mittlere Neckarraum (Wiege des Automobils) immer schon als schwäbischer Kraftspeicher der mittelständischen Unternehmen und stellte damit einen guten Nährboden für Neues. Als erster Grundstein der Selbständigkeit (1928) wurde der Verkauf von Öfen, Herde und Nähmaschinen (Anker, Pfaff) mit eigenem Ladengeschäft aufgebaut. Damals noch mit betriebseigenen Nähmaschinen-Einführungkursen (im Gasthaus Rad).

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Zeitgleich wurde mit einem Partner eine kleine Spedition mit eigener Werkstatt aufgebaut. Lange Zeit war der Begriff vom „Fahrradhess“ prägende Namensgebung des Betriebes. Schon sehr früh in der Firmengeschichte stellte der Vertrieb von Fahrräder der Marken Bauer und Staiger, und die Reparatur einen stetigen wachsenden Anteil des Tagesablaufs dar. Diesen Zweig der Unternehmensgeschichte gipfelte sich in der frühen Nachkriegszeit 1946/1947 in einer eigenen Produktion.

Viele Fahrräder mit den Namen „HÖCO“ (Höss & Co.) wurden aufwendig und fachmännisch auf eigenen Drehbänken und Rahmenziehbänken hergestellt und verkauft.  (Falls noch Räder oder Räderteile jemandem bekannt sein sollten, bitte ich um Kontaktaufnahme, Verweis des Verfassers). Durch den 2. Weltkrieg um Jahre zurückgeworfen, aber nicht entmutigt, arbeitete Albert Höss weiter seinen Zielen entgegen. Schnell wurden Verträge mit GASOLIN (später ARAL) umgesetzt. Somit wurden Ladengeschäft für Verkauf und Werkstatt für Reparatur mit einer Tankstelle abgerundet. Zurückblickend stellten Motorräder und Mopeds noch den größten Wegbereiter zur heutigen Unternehmenserscheinung dar. Der Verkauf und Service von Motorrädern und Mopeds mit so wohl klingenden Namen wie „ADLER, NSU, RIXE, HEINKEL, DKW, MAICO, Zweirad Union, KREIDLER“ und „HERCULES“ war mit ein starkes Standbein.

Als erste Frau mit einem Führerschein in Neckartenzlingen unterstützte Marie Höss ihren Mann in allen Dingen. Danach wurde auch ein Taxiunternehmen gegründet. Mit größtenteils „Krankenfahrten“ machte sich Albert Höss, weit bis auf die Schwäbische Alb einen starken Namen. Nach großangelegtem Werkstatt-Umbau in Jahre 1962 erfolgten die ersten vertraglichen Verbindungen mit der „Adam Opel AG Rüsselsheim“. Wegbereiter waren die schon sehr frühen Verbindungen mit dem Hause Auto Staiger, Stuttgart.

Wartungsarbeiten aller Art und der Verkauf von Kraftfahrzeugen waren fortan Tages bestimmende Arbeit, Dreh und Angelpunkt. Bis ins hohe Alter blieb Albert Höss sen. der Firma treu. 1968 übernahm sein Sohn (geb. 1941), Albert Höss jun. die Geschäftsführung. Ende 1983 wurde die alte Wirkungsstätte in Ortskern von Neckartenzlingen verlassen und man bezog die Neuen des jetzigen Standortes im Gewerbegebiet: Im Wasen.

Das immer breitere Spektrum PKW beherrschte nun die Geschicke des Geschäftes .Die fachliche technische- als auch verwaltungstechnische Anforderungen nahmen und nehmen immer mehr zu. Der Unternehmergeist von damals fixiert sich von nun als ein fachrichtungsorientierter Autohaus-Betrieb. Die Palette der Dienstleistungen rund ums Auto werden stetig ausgebaut. Finanzierungen, Leasing oder Versicherungen runden das neue Erscheinungsbild ab.

2004, nunmehr in der dritten Generation übernimmt Joachim Höss, geboren 1966, die Lenkung des Autohauses. Man trennt sich 2006 von der Adam Opel GmbH und bricht mit einem neuen Partner (AUTOFIT) in eine neue Zeit auf. Weitere bauliche Maßnahmen (2006/2007) werden dem stetigen Druck des Wachstums gerecht. Marktgerechte und kundenorientierte Arbeiten stehen für die Philosophie des Betriebes.

Joachim Höss